FDaG (Freiwilligendienst aller Generationen)

Freiwilliges Engagement kennt keine Altersgrenzen!


Im Januar 2009 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Programm „Freiwilligendienste aller Generationen“ gestartet. Unter dem Motto „Engagement schlägt Brücken“ werden bereits bestehende Strukturen freiwilligen Engagements weiterentwickelt, ausgebaut und vernetzt. Dafür stehen bis einschließlich 2011 rund 25 Millionen Euro zur Verfügung.

Unterstützt werden Projekte auf kommunaler Ebene, die die neue Engagementform „Freiwilligendienste aller Generationen“ aufbauen und weiterentwickeln. Vernetzungen zwischen Mehrgenerationenhäusern, Lokalen Bündnissen für Familie, kirchlichen Angeboten, Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Pflegestützpunkten und Vereinen vor Ort bereichern die Engagementlandschaft.

Viele Akteure bieten Menschen aller Altersgruppen schon heute vielfältige Möglichkeiten für ein gemeinsames Engagement.

Nicht zuletzt das Modellprogramm „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ hat dazu beigetragen, dass es in Deutschland heute ein starkes Fundament bürgerschaftlichen Engagements gibt. Darauf kann das neue Programm aufbauen.

Der Bund, die Länder, die kommunalen Spitzenverbände und die Wohlfahrtsverbände arbeiten bei der Etablierung der „Freiwilligendienste aller Generationen“ eng zusammen.



Die neuen Freiwilligendienste

Die neuen Freiwilligendienste haben ein klares Profil.

Freiwillige, die sich über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten mit mindestens acht Stunden wöchentlich engagieren wollen, können an den „Freiwilligendiensten aller Generationen“ teilnehmen. Damit haben sie einen verbindlichen Anspruch auf die Qualifizierungsangebote und sind kraft Gesetzes in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Die neuen Freiwilligendienste sind vielfältig.

Gesundheit und Pflege, Bildung und Kultur, Sport und Technik, Familien-Assistenz – es gibt viele Einsatzbereiche. Und alle können sich engagieren: Ältere setzen ihr Erfahrungswissen ein, Kinder und Jugendliche werden an bürgerschaftliches Engagement herangeführt und die Integration von Migrantinnen und Migranten wird gefördert.



Unterstützungs- und Informationsangebote

Beim Aktivieren von Ehrenamtlichen und bei der Organisation der „Freiwilligendienste aller Generationen“ helfen mobile Teams mit ihrem Know-how. Diese Arbeit wird vom Bund finanziell unterstützt.
Der Bund unterstützt außerdem 2.000 Kommunen beim Aufbau kommunaler Online-Marktplätze für freiwilliges Engagement. Auf den kommunalen Internetseiten werden Angebot und Nachfrage von Freiwilligenplätzen zusammengeführt. So bieten sie allen Interessierten eine schnelle Orientierung.
Den Akteurinnen und Akteuren steht ein Praxishandbuch zur Verfügung. Es enthält hilfreiche Tipps und Hinweise für alle Fragen rund um die neuen Freiwilligendienste und ist als CD-ROM beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie über www.freiwilligendienste-aller-generationen.de als Download erhältlich.
Die Website www.freiwilligendienste-aller-generationen.de bietet zudem aktuelle Informationen zum Programm, eine detaillierte Übersicht über die Leuchtturmprojekte und eine Reihe weiterer guter Beispiele für freiwilliges Engagement.



Die Leuchtturmprojekte

Herzstück der neuen Freiwilligendienste sind die in Abstimmung mit den Ländern ausgewählten 46 Leuchtturmprojekte. Sie sollen mit ihrer Strahlkraft in der Region und im ganzen Land der Motor für den weiteren Ausbau von freiwilligem Engagement sein.

Gefördert werden Projekte von Gemeinden, Städten, Landkreisen oder Trägern, welche die neuen Freiwilligendienste mit besonderer Kreativität in ihrem Ort etablieren wollen.
Die Förderdauer beträgt drei Jahre.